Basistipps zum Erarbeiten einer Show

Gerade am Anfang stellt sich oft die Frage: Wie stelle ich eine gute Show zusammen?

Hier sind nun ein paar einfache Tipps, die mir beim Zusammenstellen meiner Bühnenshows helfen:

  1. Der grundsätzliche Aufbau: Am Anfang einer Show ist es gut schnell einen starken visuellen Effekt zu zeigen. Dadurch kann man das Publikum gleich für sich gewinnen und sie auf das, was noch kommt, neugierig machen (bspw. Appearing Coke). Auch am Ende einer Show sollte ein starker Zaubereffekt stehen. Denn das ist das, was den Zuschauern in Erinnerung bleibt. Der Schlusstrick kann im Gegensatz zum Anfangseffekt aber in eine längere Routine eingebunden sein und langsam darauf hingearbeitet werden (bspw. Coin in Bottle). Die Zuschauer sind zu diesem Zeitpunkt in der Show und man muss sie nicht, wie zu Beginn, erstmal für sich gewinnen. Die Zaubertricks dazwischen sollten möglichst abwechslungsreich angeordnet sein (bspw. nicht zweimal Gedankenlesen hintereinander, bei verschiedenen Emotionen diese abwechseln,...).

  2. Die Länge: Für den Anfang empfehle ich eine Showlänge, die nicht über 15 Minuten hinausgeht. Auch wenn keine optimalen Vorführbedingungen herrschen ist das eine gute Länge, der das Publikum ohne Probleme folgen kann.

  3. Die Übergänge (technisch): Oftmals unterschätzt man die Präparationen, die für einige Zauberkunststücke von Nöten sind. Um keine ungünstigen Pausen zu kreieren, in denen die Zuschauer abdriften oder zugucken, wie man den nächsten Teil vorbereitet, sollte man sich im Vorhinein viele Gedanken darüber machen, wie man die einzelnen Teile gut aneinanderhängt. Im Idealfall, hat man schon zu Beginn der Show alle benötigten Gegenstände in seinen Taschen oder einem seitlichen Koffer griffbereit. Auch mir passiert es regelmäßig, dass ich meine Übergänge vermassele. Vor allem, wenn ungeahnte Rahmenbedingungen eintreten (kein Headset, kurz vor Auftritt die Show kürzen/verlängern müssen, ...).

  4. Die Übergänge in der Präsentation: Meistens gibt es zu den einzelnen Kunststücken schon Präsentationsvorschläge (bei The Ear kann man z.B. davon berichten, dass Zauberer immer Münzen hinter den Ohren der Zuschauer herzaubern, was man nun selbst probiere -- und versehentlich hat man das Ohr abgerissen). Für die einzelnen Kunststücke funktioniert das gut. Ein Problem können die Überleitungen zwischen den Zaubereffekten werden. Wenn man keine eigenen ganz persönliche Ideen hat, wie die Tricks zu seiner Bühnenfigur und der Story passen, bietet sich ein offenes Vortragskonzept an. Gerade für Anfänger ist das sehr gut geeignet, um alle Effekte machen und ausprobieren zu können, die man möchte. Auch wenn sie thematisch sehr unterschiedlich sind. Offene Konzepte sind zum Beispiel: "Der alte Zauberkoffer, den ich auf dem Dachboden gefunden habe" oder "Aus dem Leben eines Zauberkünstlers".

Welche persönlichen Methoden und Tipps nutzt ihr, wenn ihr eine neue Show plant?